Wir wurden zur Klimaschule 2025/2026 ausgezeichnet!
Eine gemeinsame Vision
Das Schild „Klimaschule 2025‑26“ an der Hauswand ist mehr als ein Symbol: Es ist ein Versprechen der gesamten Schulgemeinschaft und das Ergebnis einer langfristig geplanten Vision, die sowohl von den Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern, sowie dem Hausmeister-Team und der Elternschaft getragen wird.
CO₂‑Bilanz und Ziele
Die aktuelle CO₂‑Bilanz der Schule liegt bei etwa 126 000 kg CO₂ pro Jahr (Stand 2022). Durch gezielte Maßnahmen im Bereich Wärme, Strom und Abfall soll die Emission bis 2030 um 25 % auf rund 95 000 kg und bis 2045 um 40 % auf etwa 76 000 kg gesenkt werden. Diese Ziele sind ambitioniert, weil wir bereits jetzt zu den energieeffizientesten Schulen Hamburgs gehören – der Wärmeverbrauch liegt bei weniger als der Hälfte des durchschnittlichen Schulverbrauchs, und der Stromverbrauch liegt ebenfalls deutlich darunter. Aber da geht noch mehr!
Kernbereiche des Klimaschutzes
Wärme und Lüftung
Dank einer sorgfältigen Steuerung der Heizungsanlage und dem konsequenten Schließen von Fenstern in den Abendstunden wird der Wärmeverbrauch bereits jetzt auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten. Der Hausmeister, das Klimateam und die Energiedienste prüfen regelmäßig die Einstellungen der Heiztechnik und der Thermostate und bilden die Schulgemeinschaft im energiesparenden Verhalten fort.
Strom
Die Verbräuche der größten „Stromfresser“ – Beleuchtung und IT‑Geräte wie Computer und Smartboards – werden durch den flächendeckenden Einbau von Bewegungsmeldern, energieeffizienten LED‑Leuchten und Zeitsteuerungen minimiert. Zusätzlich wird darauf geachtet, Geräte außerhalb des Unterrichts komplett auszuschalten, um Standby‑Verluste zu vermeiden.
Abfallmanagement
Ein zentrales Element unseres Klimaschutzplans ist das Müllkonzept. In allen Klassen stehen nun drei farblich gekennzeichnete Behälter: Blau für Papier, Gelb für Plastik und Grün für Restmüll. Schülerinnen und Schüler übernehmen in ihren Klassen die Verantwortung für die korrekte Trennung, und Aktionen wie „Hamburg räumt auf“ stärken das Bewusstsein für Ressourcenschonung.
Mobilität
Durch die vielen überdachten und gut gesicherten Fahrradständer wird die Schulgemeinschaft ermuntert, mit dem Rad zur Schule zu kommen. Die regelmäßige Teilnahme am „Stadtradeln“ bietet einen zusätzlichen Anreiz, etwas für das Klima und die eigene Fitness zu tun.
Pädagogische Verankerung
Klimaschutz ist an unserer Schule fest im Unterricht verankert. In Fächern wie Geografie, Biologie und den Gesellschaftswissenschaften wird das Thema regelmäßig behandelt. Ein schulinterner Lehrplan zur Umweltbildung sorgt dafür, dass alle Klassen die Möglichkeit haben, sich intensiv mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Jede Klasse stellt zwei „Energiedienste“, die während der Heizperiode den Energieverbrauch beobachten und aktiv Einsparungen umsetzen.
Beteiligung aller Akteure
Der Erfolg des Klimaschutzplans beruht auf einer breiten Beteiligung:
Das Klimateam aus vier Lehrkräften koordiniert die Maßnahmen und arbeitet eng mit der Schulleitung sowie dem Hausmeister zusammen.
Schülerinnen und Schüler bringen Ideen ein, organisieren Projektgruppen und übernehmen im Alltag Verantwortung als Energiedienste.
Eltern unterstützen das Team bei Treffen, bringen Fachwissen ein und helfen bei der Umsetzung von Aktionen.
Durch regelmäßige Klima-Rundgänge, digitale Verbrauchs‑Visualisierungen und jährliche Befragungen wird der Fortschritt kontinuierlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
Ausblick
Mit den bereits geplanten Maßnahmen ist das Heisenberg‑Gymnasium gut gerüstet, um die gesteckten CO₂‑Ziele zu erreichen und die Zertifizierung als Klimaschule zu erhalten. Das Engagement der gesamten Schulgemeinschaft ist ein starkes Zeichen für nachhaltiges Handeln in Hamburg und darüber hinaus.